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Die “perfekte” C++-Literatur

August 20th, 2010

Wenn man die Programmiersprache  C++ beherrscht (oder andere Leute dies zumindest denken..)  wird man desöfteren gefragt, wie man sich so eine Sprache denn beigebracht hat. Vor allem verlangen die meisten Bücher, mit denen sie garantiert in einem Monaten zum grössten C++-Hacker der westlichen Welt mutieren.Natürlich gibt es sowas nicht.. Aber in den letzten 6 Jahren haben sich hier 3 Bücher herauskristallisiert, die einem die Arbeit erleichtern und mit denen auch der Einstieg klappen sollte.

Die erste Buchempfehlung ist
C++ - Objektorientiertes Programmieren von Anfang an
von Helmut Erlenkötter. Dieses Buch ermöglicht eine schnellen Einstieg und liefert eine Reihe von kurzen Beispielen, die das Selbststudium deutlich vereinfachen. Der Leser kann seine Kenntnisse Stück für Stück erweitern und sich auch ohne anderes Material die Grundlagen von C++ selbst beibringen. Wer sich jedoch von diesem Buch einen tiefen Einstieg in die Objektorientierung verspricht, der könnte enttäuscht werden. Die Grundlagen werden sicherlich besprochen, aber für mehr ist auf 336 Seiten auch kein Platz.

Die zweite Buchempfehlung ist  Praktische C++-Programmierung , erschienen im O’Reilly Verlag. Dieses Buch enthält vor allem weiterführende Beispiele und schreckt auch vor umfangreicheren Code-Listings nicht zurück. Wer bereits andere Programmiersprachen beherrscht, der mag diesen Buch auch als Einstiegs-Literatur schätzen lernen. Besonders die zur Illustration komplexer Sachverhalte verwendeten Grafiken sind für Anfänger hilfreich und erleichtern den Einstieg in die Verwendung von Pointern und komplexeren Datenstrukturen. Neben den Programmiersprache werden auch wichtige Tools wie make vorgestellt, was in eigentlich nur selten in diesen Büchern anzutreffen ist.

Die dritte Empfehlung ist “Die C++-Programmiersprache” von Bjarne Stroustroup. Dieses Buch wird gemeinhin als die C++-Bibel bezeichnet und ist in weiten Teilen eher ein Referenzwerk als ein Lehrbuch.
Das vom Erfinder der Sprache geschriebene Buch ist an manchen Stellen schon für meinen Geschmack etwas zu ausführlich, allerdings geht man so sicher dass auch jedes Detail erläutert wird. Bislang konnte ich in diesem Buch noch eine Antwort auf jede meiner Fragen finden. Besonders die gute Qualität der Beispiele sticht hervor, jedoch gilt auch für sie: Manchmal sind sie einfach zu umfangreich. Dieses Buch ist aber das einzige, welches mir für jedes Feature auch ein passendes Anwendungsgebiet liefern konnte. Es gibt nur selten vage Beschreibungen, meistens wird gleich ein konkreter Anwendungsfall präsentiert.
Nicht zuletzt machen auch die durchaus lesenswerten Erläuterung zum Sprachdesign dieses Buch zu einem Pflichtkauf für C++-Liebhaber.

Development

  1. ViNic
    August 20th, 2010 at 15:18 | #1

    Danke für diesen Artikel. Ich versuche mich momentan eher an C und mache mein Selbststudium damit. Dennoch überlege ich mir auch ein C++ Buch zu besorgen weil mich Qt interessiert und ich vielleicht auch was für Kde programmieren möchte.

    Die C++-Programmiersprache klingt schon mal sehr interessant.

    mfg

  2. August 22nd, 2010 at 11:13 | #2

    Vielen Dank, ich finde deinen Artikel auch sehr interessant. Kennst du eigentlich auch “Einstieg in C++” (Galileo Computing) von Arnold Willemer. Wenn ja, was hältst du von dem Buch?

  3. August 23rd, 2010 at 09:17 | #3

    @Christian Imhorst
    Hi!

    Nein, dieses Buch kenne ich nicht. Ich habe mir mal das auf http://www.willemer.de/informatik/cpp/ verfügbare Material angeschaut, welches aber leider gekürzt ist und somit nicht den Inhalt des Buches wiederspiegelt. Vom Typus her ist es aber sicherlich mit “Praktische C++-Programmierung” zu vergleichen, die Inhalte kann ich nicht bewerten.

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